Foo-Fighter-Sichtungen im Zweiten Weltkrieg
Alliierte Piloten über dem europäischen und pazifischen Kriegsschauplatz berichten von Begegnungen mit geheimnisvollen Leuchtobjekten, die ihre Flugzeuge begleiten, schnelle Manöver ausführen und sich der Verfolgung entziehen. Die als Foo Fighters bezeichneten Objekte werden trotz umfangreicher Ermittlungen nie durch den Militärgeheimdienst erklärt.

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Hintergrund
Ab Ende 1944 berichteten Besatzungen der United States Army Air Forces und der Royal Air Force über Begegnungen mit ungewöhnlichen Flugobjekten über dem europäischen Kriegsschauplatz. Die Sichtungen, als Foo Fighters bezeichnet, umfassten leuchtende Kugeln, die Flugzeuge ohne feindliche Absichten begleiteten.
Sichtungen Die Sichtungen konzentrierten sich auf Nachtjagdstaffeln, insbesondere die 415th Night Fighter Squadron, die über dem Rheintal in Westdeutschland operierte. Die Phänomene zeigten sich typischerweise als leuchtende Kugeln — rot, orange oder grün —, die Flugzeuge bei Geschwindigkeiten von über 300 Kilometern pro Stunde zu begleiten schienen.
Herkunft des Begriffs Der Begriff Foo Fighter stammt von Radaroperator Donald J. Meiers der 415th Night Fighter Squadron, der den Ausdruck dem populären Comic-Strip Smokey Stover entlehnte. Nach einer Einsatzbesprechung am 27. November 1944, in der die Piloten Lieutenant Ed Schleuter und Nachrichtenoffizier Lieutenant Fred Ringwald eine Begegnung mit einem roten Feuerball beschrieben, soll Meiers ausgerufen haben, es sei wieder einer dieser Foo Fighters, und der Name blieb hängen.
Eigenschaften Die Objekte zeigten Eigenschaften, die erfahrene Besatzungen verblüfften. - Sie erschienen einzeln oder in Formationen von bis zu zehn. - Passten sich mühelos der Flugzeuggeschwindigkeit an. - Führten gelegentlich abrupte Manöver aus, die kein bekanntes Flugzeug hätte nachvollziehen können. - Nie auf dem Radar erschienen. - Nie feindliches Verhalten zeigten — es wurden keine Waffen abgefeuert und kein Schaden verursacht. Berichte kamen sowohl vom europäischen als auch vom pazifischen Kriegsschauplatz, was darauf hindeutete, dass das Phänomen nicht auf ein einzelnes geografisches Gebiet beschränkt war.
Erste Reaktionen Der Militärgeheimdienst vermutete zunächst, die Objekte seien eine deutsche Geheimwaffe. Deutsche und japanische Aufzeichnungen später enthüllten, dass auch Achsenpiloten identische Phänomene gemeldet und sie für alliierte Technologie gehalten hatten.
Untersuchungen Nachkriegsuntersuchungen, darunter die vom Robertson Panel 1953 herangezogenen, untersuchten Erklärungen von Elmsfeuer und Kugelblitz bis hin zu Reflexionen von Eiskristallen. Doch keine konnte alle berichteten Merkmale zufriedenstellend erklären.
Bedeutung
Die Foo-Fighter-Berichte stellen eine der frühesten systematischen militärischen Dokumentationen unidentifizierter Luftraumphänomene dar, noch vor der modernen UFO-Ära, die mit Kenneth Arnolds Sichtung von 1947 begann. Ihre Bedeutung liegt in der gleichzeitigen Meldung durch gegnerische Seiten eines globalen Konflikts, die das Phänomen jeweils unabhängig voneinander feindlicher Technologie zuschrieben. Die Unfähigkeit der Kriegsgeheimdienste beider Seiten, die Objekte zu identifizieren, deutet darauf hin, dass die Phänomene tatsächlich anomal waren und nicht fehlidentifizierte konventionelle Technologie.