1. Juli 1946🇲🇭Militärische Begegnung
Historisch

Bikini Atoll: Able-Atombombentest mit B-17-Drohnen

Am 1. Juli 1946 führten die USA den Able-Kernwaffentest auf dem Bikini-Atoll durch und setzten ferngesteuerte B-17-Bomber als Drohnen mit Kameras und Detektoren ein, um sicher in die Explosionswolke vorzudringen.

Datum
1. Juli 1946
Ort
Bikini Atoll, Marshall Islands🇽🇽
Typ
Militärische Begegnung
Land
🇲🇭 Marshallinseln
Karte

Hintergrund

Ereignisdetails Die Able-Kernexplosion fand am 1. Juli 1946 auf dem Bikini-Atoll, Marshallinseln im Rahmen der Operation Crossroads statt. Acht B-17-Bomber wurden mit funkgesteuerten Autopiloten ausgestattet und zu unbemannten Drohnen umgewandelt. Diese Flugzeuge transportierten automatische Kameras, Strahlungsdetektoren und Luftprobennehmer. Bediener steuerten sie aus Mutterflugzeugen in sicherer Entfernung und drangen in die tödliche Pilzwolke ein.

Technische Einrichtung und Durchführung Die Drohnen ermöglichten risikofreie Datenerfassung in gefährlichen Bereichen, die für Besatzungen letal gewesen wären. Diese innovative Fernsteuerung stellte eine frühe Nutzung unbemannter Luftfahrzeuge in Kernversuchen dar. Der Test mit etwa 23 Kilotonnen Sprengkraft wurde aus einer B-29 Superfortress abgeworfen, verfehlte jedoch das Flottenziel leicht.

Bedeutung Das Ereignis lieferte entscheidende Erkenntnisse zu Kernwirkungen auf Schiffe und Umweltfaktoren wie Druckwelle und Strahlung. Es unterstrich Fortschritte in der Fernbedienungstechnik während der Nachkriegsforschung und beeinflusste spätere Testverfahren. Keine direkten UAP-Beobachtungen gemeldet, jedoch relevant für den Kontext von 1946-Luftphänomenen.

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