9. Juli 1956🇷🇺Massensichtung
Physischer NachweisMilitärbasis
Saratov: U-2-Mission 2020 fotografiert Bison-Bomber
Am 9. Juli 1956 flog U-2-Pilot Martin Knutson die Mission 2020 über dem Flugfeld Engels-2 bei Saratov, Russland, und fotografierte 20 M-4-Bison-Bomber. Diese Aufnahmen deuteten zunächst auf eine große sowjetische Bomberflotte hin, doch spätere Missionen zeigten, dass es die gesamte Streitmacht war und die Bomberlücke widerlegten.
Hintergrund
Überblick Am 9. Juli 1956 führte Martin Knutson die Mission 2020 in einer Lockheed U-2 aus, gestartet von Wiesbaden. Der Flug ging über Berlin, Riga, Kaunas, Vilnius und Minsk zum Engels-2-Flugfeld bei Saratov, Russland. Dort wurden 20 M-4-Bison-Bomber auf dem Vorfeld abgebildet.
Beobachtung und Zeugen Martin Knutson, ein qualifizierter CIA-Pilot mit Erfahrung aus dem Koreakrieg, steuerte das Flugzeug in Höhen jenseits von 21.000 Metern. Die Mission gehörte zu den ersten U-2-Überflügen der Sowjetunion und ergab detaillierte Bilder militärischer Anlagen. Keine zusätzlichen Zeugen außer dem Piloten; Nachweise beruhen auf den aufgenommenen Fotos.
Bedeutung Die Aufnahmen wiesen anfangs darauf hin, dass die Sowjets bei Berücksichtigung aller Basen Hunderte Bomber besaßen. Nachfolgende Einsätze zeigten jedoch, dass dies die komplette Bison-Streitmacht darstellte – nirgends sonst welche. Dadurch wurde in behördlichen Kreisen die bedrohliche Bomberlücke entkräftet und Befürchtungen vor sowjetischer Dominanz gemindert. Die Mission hebt die entscheidende Funktion der U-2 bei der Beschaffung vitaler Geheimdienstinformationen im Kalten Krieg hervor.
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