20. Mai 1957🇬🇧Militärische Begegnung
VerschwindenRadar-Nachweis

Milton Torres' RAF-Abschussbefehl

Am 20. Mai 1957 erhielt der US-Air-Force-Pilot Leutnant Milton Torres, der eine F-86D Sabre von der RAF Manston in Kent, England, flog, den Befehl, ein auf Radar erfasstes unidentifiziertes Ziel über East Anglia abzufangen und zu zerstören. Die Bodenkontrolle leitete Torres auf ein gewaltiges Radarsignal — so groß wie ein Flugzeugträger. Als Torres seine 24 Mighty-Mouse-Raketen scharf machte und sich auf den Abschuss vorbereitete, beschleunigte das Ziel mit außerordentlicher Geschwindigkeit und verschwand innerhalb von Sekunden sowohl von seinem als auch vom Bodenradar. Torres schätzte, dass das Objekt Geschwindigkeiten jenseits von Mach 10 erreichte. Nach der Landung wurde er von einem Mann aufgesucht, der sich als Mitarbeiter der National Security Agency auswies, und erhielt die Anweisung, niemals über den Vorfall zu sprechen — andernfalls würde er seine Flugberechtigung und Karriere verlieren. Torres schwieg über fünfzig Jahre, bis das britische Verteidigungsministerium die Akte 2008 im Rahmen der Informationsfreiheitsgesetze freigab. Der Fall ist als dokumentiertes Beispiel bemerkenswert, in dem ein NATO-Pilot während des Kalten Krieges einen scharfen Abschussbefehl auf ein unidentifiziertes Flugobjekt erhielt.

Datum
20. Mai 1957
Ort
RAF Manston🇬🇧
Typ
Militärische Begegnung
Land
🇬🇧 Vereinigtes Königreich
Karte
Milton Torres' RAF-Abschussbefehl
Imperial War MuseumPublic domainQuelle

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Hintergrund

Am 20. Mai 1957 erhielt US-Air-Force-Pilot Lieutenant Milton Torres, der eine F-86D Sabre von RAF Manston in Kent, England flog, den Befehl, ein großes unidentifiziertes Radarziel über East Anglia abzufangen und zu beschießen.

Der Vorfall

Torres war in Bereitschaft, als er einen dringenden Einsatzbefehl erhielt. Radaroperatoren der RAF Manston verfolgten bereits seit einiger Zeit ein UFO mit "sehr ungewöhnlichen Flugmustern". Er wurde zu einer Abfangposition in großer Höhe geleitet.

Das Radarsignal war enorm und vergleichbar mit der Größe eines B-52-Bombers mit "den Proportionen eines fliegenden Flugzeugträgers". Trotz des großen Radarsignals war die Sicht aufgrund dichter Wolkendecke extrem schlecht, und Torres konnte visuell nichts erkennen.

Torres erzielte Radarlock auf das Ziel. Ihm wurde dann befohlen, eine volle Salve von 24 Mighty-Mouse-Raketen auf das Objekt abzufeuern—ein Befehl, der ihn zutiefst schockierte.

Die Begegnung

Bevor Torres den Schussbefehl ausführen konnte, beschleunigte sich das Objekt mit einer geschätzten Geschwindigkeit von über Mach 10 davon, weit jenseits jeder bekannten Flugzeugfähigkeit. Der Radarblip schrumpfte schnell und verschwand von seinem Schirm, dann auch vom Bodenradar.

Torres berichtete, dass er während des gesamten Vorfalls in Wolkendecke blieb und niemals visuellen Kontakt mit dem Ziel herstellte.

Folgen und Geheimhaltung

Torres wurde anschließend von einer unbekannten Person befragt, die ihm befahl, niemals über den Vorfall zu sprechen. Er blieb über 30 Jahre lang still, bis das UK Ministry of Defence die Akten 2008 freigab.

Ein zweiter Pilot, Dave Roberson, nahm an demselben Einsatz in dieser Nacht teil und erinnerte sich an einige Details anders, obwohl beide bestätigten, dass etwas Ungewöhnliches vorgefallen war.

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