3. September 1965🇺🇸Sichtung
Militärbasis

Exeter-Vorfall

Ein Teenager und zwei Polizisten beobachteten unabhängig voneinander ein großes, lautloses Objekt mit pulsierenden roten Lichtern über Feldern bei Exeter, New Hampshire — ein Fall, der die offizielle Erklärung der Air Force widerlegte und ein Bestseller-Buch inspirierte.

Datum
3. September 1965
Ort
Exeter, New Hampshire🇺🇸
Typ
Sichtung
Land
🇺🇸 Vereinigte Staaten
Karte
Exeter-Vorfall
USAFPublic DomainQuelle

Hintergrund

Am 3. September 1965 kurz nach Mitternacht begegnete Norman Muscarello einem massiven, lautlosen Objekt mit pulsierenden roten Lichtern auf der Route 150 nahe Exeter, New Hampshire. Polizeibeamte Eugene Bertrand und David Hunt bestätigten später seine Sichtung, was zu offiziellen Untersuchungen und öffentlicher Debatte führte.

Der Vorfall

Der achtzehnjährige Norman Muscarello ging die Route 150 etwa fünf Meilen südlich von Exeter, New Hampshire, entlang.

Ein massives Objekt erschien über einem angrenzenden Feld.

Er beschrieb es als rund 27 Meter breit, völlig lautlos und ausgestattet mit einer Reihe gleißender roter Lichter, die in rhythmischem Muster pulsierten.

Das Objekt bewegte sich unregelmäßig über das Gelände und kam zeitweise nahe genug, um die umliegenden Häuser zu beleuchten.

Zeugenaussagen

Zutiefst erschüttert hielt Muscarello ein vorbeifahrendes Auto an und wurde zur Polizeistation von Exeter gebracht, wo er seine Beobachtung meldete.

Officer Eugene Bertrand, der früher an diesem Abend einer verstörten Autofahrerin begegnet war, die behauptete, von einem Flugobjekt verfolgt worden zu sein, begleitete den Teenager zurück zum Feld.

Beide beobachteten dann dasselbe leuchtende Objekt, das hinter einer Baumgruppe aufstieg, wobei seine roten Lichter die Umgebung in ein lebhaftes Glühen tauchten.

Ein zweiter Beamter, David Hunt, traf unabhängig ein und bezeugte das Objekt ebenfalls, bevor es in Richtung Ozean abdriftete.

Untersuchung

Project Blue Book stufte die Sichtung zunächst als fehlidentifizierte Flugzeuge einer Übung des Strategic Air Command ein.

Alle drei Zeugen wiesen diese Erklärung zurück.

  • Das Objekt habe keinerlei Ähnlichkeit mit konventionellen Flugzeugen gehabt.
  • Es sei völlig geräuschlos gewesen.

Bedeutung

Journalist John G. Fuller dokumentierte den Fall in seinem Buch 'Incident at Exeter' von 1966.

Das Buch wurde zu einem vielgelesenen Bericht, der die öffentliche Skepsis gegenüber offiziellen Abweisungen der Air Force stärkte.

Eine 2011 im Skeptical Inquirer veröffentlichte Analyse schlug vor, dass SAC-Betankungsoperationen einige Beobachtungen erklären könnten.

Eine Theorie, die die ursprünglichen Zeugen als unzureichend betrachteten.

Bedeutung

Der Exeter-Vorfall wurde zu einem Meilenstein in der Infragestellung der Glaubwürdigkeit offizieller UFO-Erklärungen der Air Force. Die Beteiligung ausgebildeter Polizeibeamter als bestätigende Zeugen und die offenkundige Unangemessenheit der Blue-Book-Schlussfolgerung trugen dazu bei, das öffentliche Vertrauen in den Umgang der Regierung mit der UFO-Frage zu untergraben.