Delphos-Ringspur-Vorfall
Am 2. November 1971 beobachtete ein jugendlicher Landwirt nahe Delphos, Kansas ein leuchtendes pilzförmiges Objekt, das knapp über dem Boden über einem Schafpferch schwebte. Das Objekt hinterliess einen deutlich sichtbaren leuchtenden Ring auf dem Boden. Als die Mutter die leuchtende Oberfläche berührte, wurden ihre Finger taub. Der Boden war wasserabweisend und Pflanzen konnten nicht wachsen.
Eine chemische Neuanalyse 1999 identifizierte den Rueckstand als vorwiegend Fulvinsaeure (~85 Gew.-%), mit Calciumoxalat (~5%) und geringem Calciumcarbonat. Die Fulvinsaeure erklärte den hydrophoben Effekt, Calciumoxalat als bekannter Haut- und Augenreizstoff erklärte die Taubheit. Die Quelle der Chemilumineszenz (Leuchten) konnte nicht identifiziert werden. Spurengehalt an Sulfid und Mercaptan erklärte den unangenehmen Geruch.
Der Delphos-Fall wird in der AAWSAP-Materialienstudie als einer der gründlichsten physischen Spurenfälle angeführt.
Hintergrund
Am Abend des 2. November 1971 beobachtete der sechzehnjährige Ronald Johnson ein intensiv leuchtendes, pilzartiges Objekt, das in der Nähe der Farm seiner Familie außerhalb von Delphos, Kansas schwebte und einen leuchtenden Ring mit anomalen Eigenschaften hinterließ, der nationale Aufmerksamkeit erregte.
Der Vorfall
Ronald Johnson hütete die Schafe seiner Familie rund anderthalb Kilometer außerhalb von Delphos, einer kleinen Gemeinde im nördlichen Zentral-Kansas, als er das Flugobjekt bemerkte. Das Objekt zeigte folgende Merkmale:
- Intensiv leuchtende Erscheinung
- Pilzartige Form
- Etwa zweieinhalb Meter Durchmesser
- Schwebend ungefähr sechzig Zentimeter über dem Boden nahe einer Baumgruppe
Johnson beobachtete das Flugobjekt mehrere Minuten, bevor es unter einem dumpfen Grollen aufstieg und ihm durch die Helligkeit beim Abflug vorübergehend die Sicht beeinträchtigte.
Physische Bodenspuren
Als Ronalds Eltern Durel und Erma Johnson eilig zur Stelle kamen, fanden sie einen leuchtenden Ring im Erdreich von etwa zweieinhalb Metern Durchmesser vor. Der Ring zeigte bemerkenswerte und anhaltende Eigenschaften:
- Blieb monatelang nach dem Vorfall sichtbar
- Zeigte ungewöhnliche Wasserabweisung — aufgegossenes Wasser perlte von der betroffenen Oberfläche ab, anstatt einzusickern
- Innerhalb des Ringumfangs wuchs über beträchtliche Zeit keine Vegetation
Zeugenaussagen
Frau Johnson berührte die leuchtende Erde und berichtete von unmittelbaren physischen Auswirkungen. Ihre Fingerspitzen wurden taub — ein Empfinden, das über einen längeren Zeitraum anhielt. Dieser direkte Kontakt mit dem betroffenen Erdreich wurde zu bedeutsamen Beweisen im Fall.
Untersuchung und Analyse
Ermittler entnahmen Bodenproben aus dem Ring und ließen sie im Labor untersuchen. Die Ergebnisse zeigten anomale chemische und strukturelle Eigenschaften des betroffenen Erdreichs im Vergleich zu Kontrollproben aus dem angrenzenden Gelände und lieferten physische Dokumentation der Bodenspuren.
Bedeutung und Anerkennung
Der Fall erlangte landesweite Bekanntheit, als er 1972 den mit fünfzigtausend Dollar dotierten Preis des National Enquirer für den am besten dokumentierten UFO-Vorfall erhielt. Trotz der etwas unkonventionellen Quelle dieser Auszeichnung haben die physischen Bodenspuren und die gleichbleibende Aussage der Familie Johnson das Interesse von Forschern aufrechterhalten, die sich mit materiellen Auswirkungen gemeldeter Nahbegegnungen befassen.
Bedeutung
Die Delphos-Ringspur gilt als einer der überzeugendsten Fälle physischer Beweise in der UFO-Forschung, mit im Labor bestätigten Anomalien im betroffenen Erdreich, die sich konventionellen Erklärungen entzogen haben. Die langanhaltende Sichtbarkeit der Bodenspur und ihre ungewöhnlichen wasserabweisenden Eigenschaften boten Forschern eine seltene Gelegenheit, greifbare Rückstände einer mutmaßlichen Begegnung zu untersuchen.