Pascagoula-Entführung
Am Abend des 11. Oktober 1973 berichteten die Werftarbeiter Charles Hickson und Calvin Parker, beim Angeln am Pascagoula River in Mississippi von humanoiden Wesen an Bord eines leuchtenden Flugobjekts gebracht worden zu sein. Beide bestanden Lügendetektortests und Hypnose-Befragungen; ihr Fall wurde zu einem der meistdiskutierten Entführungsberichte der UFO-Geschichte.

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Hintergrund
Am Abend des 11. Oktober 1973 angelten Charles Hickson (42) und Calvin Parker (19), beide in einer örtlichen Werft beschäftigt, an einem alten Pier am Westufer des Pascagoula River, als sie ein glühendes, längliches Flugobjekt in der Nähe schweben sahen.
Der Vorfall
Ihren Angaben zufolge schwebten drei etwa 1,50 Meter große Wesen — mit faltiger grauer Haut, ohne erkennbare Augen und mit klauenartigen Fortsätzen — auf sie zu und brachten sie an Bord. Die Zeugen beschrieben:
- Ein ovales Flugobjekt von etwa 9-12 Metern Breite und 2,4-3 Metern Höhe
- Drei roboterhafte Humanoide mit grauer, faltiger Haut und kugelförmigen Köpfen
- Krebsartige Scheren und schlitzförmige Münder
- Die Fähigkeit zu levitieren und über dem Boden zu schweben
Hickson beschrieb eine Untersuchung durch ein großes augenähnliches Gerät, das über seinen Körper geführt wurde. Parker soll vor Schreck ohnmächtig geworden sein und blieb während der Untersuchung bewusstlos. Die gesamte Begegnung dauerte etwa 20 Minuten.
Unmittelbare Reaktion
Unmittelbar danach kontaktierten beide die Polizei des Jackson County. Die Ermittler ließen die Männer in einem Raum mit verstecktem Aufnahmegerät allein; das Band zeigte, dass sie den Vorfall aufgelöst weiter besprachen, statt eine Geschichte abzustimmen.
Hickson bestand später einen Polygraphentest, durchgeführt von einem ehemaligen FBI-Spezialisten. Beide Männer wurden auf der Keesler Air Force Base untersucht und von Strahlenbelastung befreit. Die Geschichte wurde von der Associated Press und United Press International aufgegriffen und landesweit berichtet.
Glaubwürdigkeit und Analyse
Trotz anhaltender Skepsis — Kritiker verweisen auf Alkoholkonsum und eine mögliche psychologische Übertragung zwischen den Männern — zeichnet sich der Pascagoula-Fall durch mehrere Faktoren aus:
- Die schnelle Meldung an die Behörden
- Das aufgezeichnete Privatgespräch, das echte Angst zeigt
- Die über Jahrzehnte konsistenten Schilderungen beider Zeugen
- Dr. J. Allen Hynek, Professor für Astronomie an der Northwestern University, kam zu dem Ergebnis: "Ich habe keinen Zweifel daran, dass diese Männer eine sehr reale, erschreckende Erfahrung gemacht haben."
Hickson wurde später eine UFO-Berühmtheit und behauptete, fortlaufenden Kontakt mit den Wesen zu haben, und trat im nationalen Fernsehen auf. Parker behielt seine Aussage sein ganzes Leben lang bei, bis zu seinem Tod am 24. August 2023.
Bedeutung
Die Pascagoula-Entführung zählt zu den überzeugendsten Nahbegegnungen aufgrund der unerschütterlichen Konsistenz der Zeugen unter extremer Prüfung. Ein heimlich aufgezeichnetes Gespräch zwischen Hickson und Parker, als sie sich allein glaubten, offenbarte echte Verstörung statt Erfindung. Die Strafverfolgungsbehörden nahmen den Bericht ernst, und beide Männer hielten ihre Aussagen ohne wesentliche Abweichungen ihr ganzes Leben lang aufrecht.