9. Mai 1973🇺🇸Dokument
Kongress/Parlament

USA: Schlesinger befiehlt CIA Family Jewels Bericht

Am 9. Mai 1973 wies CIA-Direktor James R. Schlesinger Beamte an, Aktivitäten offenzulegen, die möglicherweise das gesetzliche Mandat der Behörde überschritten. Dies resultierte in einem umfassenden 693-seitigen Bericht namens Family Jewels, der Operationen wie Überwachungen und MKUltra enthüllte.

Datum
9. Mai 1973
Ort
Washington, D.C.🇽🇽
Typ
Dokument
Land
🇺🇸 Vereinigte Staaten
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Hintergrund

Hintergrund Im Zusammenhang mit dem Watergate-Skandal erließ James R. Schlesinger, CIA-Direktor, am 9. Mai 1973 eine Direktive. Er verlangte von allen CIA-Offiziellen Berichte über Tätigkeiten, die möglicherweise das gesetzliche Mandat der Behörde verletzten. Der Anlass waren Enthüllungen zur CIA-Unterstützung für Einbrecher wie E. Howard Hunt und James McCord.

Der Bericht Das Inspektor-General-Amt der CIA kompiliert ein 693-seitiges Kompendium über empfindliche Operationen von 1959 bis 1973. Es listete Verstöße wie Journalistenüberwachung, Operation Chaos, MKUltra-Programme und Postabhörungen auf. William Colby, Schlesingers Nachfolger, bezeichnete es als "Familienjuwelen" oder Skelette im CIA-Schrank.

Enthüllungen und Folgen Teile sickerten 1974 durch Seymour Hersh in der New York Times aus und der vollständige Bericht wurde 2007 deklassifiziert. Er offenbarte Inlandsspionage gegen Dissidenten, Brieföffnungen und Mordpläne, was Rockefeller-Kommission und Church-Komitee auslöste. Dies reformierte die Aufsicht über US-Geheimdienste grundlegend.