Travis-Walton-Entführung
Ein siebenköpfiger Holzfällertrupp in einem Nationalforst in Arizona stößt auf eine leuchtende Scheibe, die über einer Lichtung schwebt. Ein Arbeiter nähert sich und wird von einem Energiestrahl getroffen, dann verschwindet er für fünf Tage. Er taucht desorientiert wieder auf und berichtet von Erlebnissen an Bord eines unbekannten Flugkörpers. Alle sechs Kollegen bestehen unabhängig voneinander Lügendetektortests.

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Hintergrund
Am Abend des 5. November 1975 kehrte ein siebenköpfiger Holzfällertrupp unter Auftragnehmer Mike Rogers von Durchforstungsarbeit im Apache-Sitgreaves National Forest nahe Snowflake, Arizona, zurück, als die Mannschaft ein intensiv leuchtendes, scheibenförmiges Objekt entdeckte, das lautlos etwa 30 Meter über einer Lichtung schwebte.
Der Vorfall
Travis Walton, ein 22-jähriges Besatzungsmitglied, sprang vom fahrenden Fahrzeug und rannte trotz der dringenden Warnrufe seiner Kameraden auf das Objekt zu. Als er unter dem Flugkörper stand und nach oben blickte, traf ihn ein Strahl aus leuchtend blaugrüner Energie an Brust und Kopf, hob ihn vom Boden und schleuderte ihn mehrere Meter durch die Luft nach hinten.
Die übrigen sechs Männer gerieten in Panik und Rogers fuhr den Lastwagen eilig vom Ort weg. Nach kurzer Zeit trieben Schuldgefühle und Sorge sie zur Rückkehr, doch Walton war spurlos verschwunden. Weder das Objekt noch Walton waren auffindbar.
Untersuchung und Suche
In den folgenden fünf Tagen führte das Navajo County Sheriff's Office eine umfangreiche Boden- und Luftsuche durch, unterstützt von freiwilligen Helfern und Spürhunden.
Waltons Kollegen gerieten unter starken Verdacht einer Gewalttat:
- Alle sechs wurden Lügendetektortests unterzogen
- Tests wurden durchgeführt von Cy Gilson, einem Spezialisten für forensische Polygraphie
- Jeder der sechs bestand den Test, was darauf hinwies, dass sie ihren Bericht aufrichtig glaubten
Der Fall erregte landesweite Medienaufmerksamkeit noch vor Waltons Wiederauftauchen.
Waltons Rückkehr
In der Nacht des 10. November erhielt Waltons Schwager einen Anruf von einem desorientierten Walton, der an einer Telefonzelle nahe einer Tankstelle in Heber, Arizona, aufgefunden wurde, etwa 30 Kilometer vom Begegnungsort entfernt.
Waltons Zustand bei der Rückkehr:
- Dehydriert und verwirrt
- Hatte erheblich an Gewicht verloren
- Berichtete bruchstückhafte Erinnerungen an das Erwachen an Bord eines Flugkörpers, umgeben von nichtmenschlichen Wesen
- Erinnerte sich an das Verbringen in eine andere Einrichtung, bevor er am Straßenrand abgesetzt wurde
Vermächtnis
Waltons Bericht bildete die Grundlage für den Film Fire in the Sky von 1993, wobei der Film die geschilderten Erlebnisse erheblich dramatisierte und veränderte.
Bedeutung
Der Travis-Walton-Fall gehört zu den bekanntesten und meistdiskutierten Entführungsberichten der UAP-Geschichte, ausgezeichnet durch die Zahl unabhängiger Zeugen und die Polygraph-Ergebnisse, die ihre Aussagen stützten. Das fünftägige Verschwinden, die umfangreiche offizielle Suche und die mediale Aufmerksamkeit schufen ein für Entführungsberichte ungewöhnliches Maß an Dokumentation. Ob als genuines anomales Ereignis oder als ausgeklügelte Erfindung interpretiert — der Fall hat die öffentliche Wahrnehmung des Entführungsphänomens maßgeblich beeinflusst und bleibt ein Maßstab, an dem andere derartige Berichte gemessen werden.