31. Dezember 1978🇳🇿Sichtung
Radar-NachweisWissenschaftAnomalie

Kaikoura-Lichter

Die Besatzung eines Frachtflugzeugs und ein mitfliegendes australisches Fernsehteam filmten ungewöhnliche Lichter bei Kaikoura in Neuseeland, die gleichzeitig vom Radar der Flugsicherung Wellington erfasst wurden — eine der am gründlichsten analysierten UFO-Aufnahmen jener Ära.

Datum
31. Dezember 1978
Ort
Kaikoura🇳🇿
Typ
Sichtung
Land
🇳🇿 Neuseeland
Karte

Hintergrund

In der letzten Nacht des Jahres 1978 flog ein Argosy-Frachtflugzeug der Safe Air seine reguläre Route zwischen Blenheim und Christchurch entlang der Ostküste der Südinsel Neuseelands, als Kapitän Bill Startup und Co-Pilot Robert Guard ungewöhnlich helle Objekte bemerkten, die dem Flugzeug in wechselnden Entfernungen zu folgen schienen. Die Flugsicherung Wellington bestätigte gleichzeitig anomale Primärradar-Echos im selben Gebiet, was eine unabhängige Sensorbestätigung der visuellen Beobachtungen lieferte, während ein Filmteam aufregende Aufnahmen machte.

Der Vorfall

An Bord befand sich ein Filmteam von Channel 0 Melbourne, einem australischen Fernsehsender, der den Flug eigens arrangiert hatte, um Sichtungsmeldungen der vorangegangenen Tage zu untersuchen.

  • Kameramann David Crockett nahm rund sechzehn Minuten Bildmaterial auf, das helle, pulsierende Lichter zeigt, die sich unabhängig von jedem identifizierbaren Bezugspunkt bewegten.
  • Der Film wurde innerhalb weniger Tage international ausgestrahlt.

Untersuchung

Die Royal New Zealand Air Force und das Department of Scientific and Industrial Research führten Untersuchungen durch.

  • Vorgeschlagene Erklärungen umfassten Reflexionen von Fischerbooten, den Planeten Venus sowie anomale Lichtbrechung durch Temperaturinversionen.
  • Die gleichzeitige Radarbestätigung aus Wellington erschwerte rein optische Erklärungsansätze, da Radarechos gegenüber visuellen Täuschungen des menschlichen Auges immun sind.

Bedeutung

Der Film entwickelte sich zu einer der am häufigsten gesehenen und technisch geprüften UFO-Aufnahmen des zwanzigsten Jahrhunderts.

Der Fall wird weiterhin diskutiert, wobei die Korrelation zwischen Radarspuren und visueller Beobachtung das zentrale ungelöste Element bildet.

Bedeutung

Die Kaikoura-Lichter stellen einen der wenigen UFO-Fälle dar, bei denen professionelles Filmmaterial gleichzeitig mit einer unabhängigen Radarbestätigung aufgenommen wurde. Der Vorfall rückte Neuseeland kurzzeitig in den Mittelpunkt der weltweiten UFO-Aufmerksamkeit und bleibt ein wichtiger Referenzfall für Radar-Sicht-Korrelationen. Captain Bill Startup (Safe Air Ltd., 14.000 Flugstunden) und Copilot Robert Guard (7.000 Stunden) waren Hauptzeugen. Der australische TV-Reporter Quentin Fogarty, Kameramann David Crockett und Tontechnikerin Ngaire Crockett waren an Bord, um einen Dokumentarfilm über den Valentich-Fall zu drehen. Crockett filmte die Objekte etwa 30 Minuten lang auf 16mm-Farbfilm. Die Flugsicherung Wellington erfasste die Objekte gleichzeitig auf Radar -- Fluglotse Geoffrey Causer meldete, das Ziel habe sich verdoppelt, als das Phänomen in Formation mit dem Flugzeug flog. Radartechniker Bryan Chalmers bestätigte.