Japan-Airlines-Flug-1628-UFO-Begegnung
Die Besatzung eines japanischen Frachtflugzeugs berichtet, über 640 Kilometer durch Alaska von riesigen unidentifizierten Objekten verfolgt worden zu sein. FAA-Radaraufzeichnungen stützen den Bericht zunächst, doch die Behörde schreibt die Sichtung später einer Verwechslung mit Jupiter und Mars zu.

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Hintergrund
Am 17. November 1986 flog Japan Air Lines Frachtflug 1628, eine Boeing 747-200F mit einer Ladung Beaujolais-Wein von Paris nach Tokio über Anchorage, in etwa 10.700 Metern Höhe über dem nordöstlichen Alaska, als Kapitän Kenji Terauchi, ein erfahrener Pilot mit tausenden Flugstunden, ungewöhnliche Lichter vor und unter dem Flugzeug beobachtete.
Der Vorfall
Während das Flugzeug seinen Kurs fortsetzte, berichteten Terauchi und seine beiden Besatzungsmitglieder, dass sich die Lichter zu drei verschiedenen Objekten formten:
- Zwei kleinere Flugkörper schienen in Formation vor der Boeing zu fliegen
- Ein viel größeres Objekt folgte in einigem Abstand, das Terauchi als vergleichbar mit zwei nebeneinander liegenden Flugzeugträgern beschrieb
- Die Begegnung dauerte Berichten zufolge etwa fünfzig Minuten, während die Objekte dem Flugzeug über rund 640 Kilometer alaskischen Luftraum folgten
Flugsicherung und Reaktion
Kapitän Terauchi kontaktierte während der Begegnung die FAA-Flugsicherungszentrale in Anchorage, und die Lotsen versuchten, die Anwesenheit der Objekte auf dem Radar zu bestätigen. Erste FAA-Berichte deuteten darauf hin, dass ein Primärradar-Echo in der Nähe des Flugzeugs erfasst worden war, obwohl die spätere Überprüfung nicht schlüssig war.
Die FAA entsandte außerdem ein United-Airlines-Passagierflugzeug und ein militärisches C-130-Transportflugzeug in das Gebiet, doch keine der beiden Besatzungen meldete visuellen oder Radarkontakt mit ungewöhnlichen Objekten.
Untersuchung und Ergebnisse
Die FAA führte eine formelle Untersuchung unter der Leitung von John Callahan durch, damals Abteilungsleiter der Unfall- und Ermittlungsabteilung. Die Untersuchung stufte Terauchi als Wiederholungsmelder ein — jemanden, der bereits mehrfach ungewöhnliche Luftraumphänomene gemeldet hatte.
Wichtige Ergebnisse waren:
- Die Sichtung wurde einer wahrscheinlichen Verwechslung mit den Planeten Jupiter und Mars zugeschrieben
- Diese Erklärung fand keine allgemeine Akzeptanz, insbesondere angesichts der Dauer der Begegnung und der anfänglichen Radarbestätigung
- Terauchi behielt seine Aussage bei und wurde später zu Schreibtischarbeit versetzt
Bedeutung
Der JAL-1628-Fall ist eine der gründlichst dokumentierten UAP-Begegnungen in der kommerziellen Luftfahrt, mit einem erfahrenen Linienpiloten, FAA-Radaraufzeichnungen und einer formellen behördlichen Untersuchung. Der Umgang der FAA mit dem Fall — insbesondere die Einstufung des Piloten als Wiederholungsmelder und die Planeten-Verwechslungs-Erklärung — wurde zu einem häufig zitierten Beispiel dafür, wie Behörden die Glaubwürdigkeit von Zeugen untergraben können, wenn sie mit UAP-Berichten professioneller Beobachter konfrontiert werden. Kean Kap. 22 liefert Erstperson-Bericht von John J. Callahan, FAA-Abteilungsleiter für Unfälle und Untersuchungen. Callahan ordnete detaillierte Radardatenanalyse im FAA Technical Center in Atlantic City an. Sein Team bereitete ein vollständiges Briefing mit drei synchronisierten Bildschirmen vor (Pilotenfunk, Radar, Fluglotsen). Admiral Donald D. Engen, FAA-Administrator, befahl zunächst Medien-Briefing — sagte es nach CIA-Briefing ab. Das CIA-Briefing umfasste wissenschaftliche Mitarbeiter der Reagan-Administration. CIA konfiszierte alle Videobänder, Ausdrucke und den Pilotenbericht. Callahan behielt heimlich persönliche Kopien. Seine Frau J. Dori Callahan, FAA-Radarexpertin, bestätigte unabhängig: Das Objekt war real, kein Radarfehler. Radar zeigte ein Objekt doppelt so groß wie ein Flugzeugträger. Japanische Crew bestätigte Sichtkontakt mit walnussförmigem Rieseobjekt mit Lichtern.