17. Oktober 1997🇺🇸Militärische Begegnung
Militärbasis

White Sands: MIRACL-Lasertest am MSTI-3-Satelliten

US-Militär testete die MIRACL-Richtenergiewaffe vom White Sands Missile Range gegen den alternden USAF-Satelliten MSTI-3 in 383 km Entfernung. Gemischte Ergebnisse durch Computerfehler, der Datenübertragung nach zweitem Schuss verhinderte.

Datum
17. Oktober 1997
Ort
White Sands🇺🇸
Typ
Militärische Begegnung
Land
🇺🇸 Vereinigte Staaten
Karte

Hintergrund

Ereignisdetails Am 17. Oktober 1997 führte die US-Armee am White Sands Missile Range in New Mexico einen Test durch und feuerte den Mid-Infrared Advanced Chemical Laser (MIRACL)—von der Navy in den 1980er Jahren entwickelt—zweimal auf den außer Dienst gestellten USAF-Aufklärungs-Satelliten MSTI-3 ab, der sich 383 km entfernt befand. Die Deuteriumfluorid-Laserstrahlen dauerten etwa 1 und 10 Sekunden und simulierten Sensorschäden durch zufällige oder feindliche Angriffe, ohne das Objekt zu zerstören.

Technische Aspekte MIRACL, ursprünglich für die Strategic Defense Initiative, zielte auf die Infrarotkamera des Satelliten, um die Anfälligkeit militärischer Satelliten gegenüber bodengestützten Lasern zu prüfen. Pentagon meldete Teilerfolg, da ein Fehler die Telemetrie von MSTI-3 nach dem zweiten Treffer stoppte, obwohl die Bestrahlung bestätigt wurde. Quellen nennen 416 km Distanz und TRW-Bau.

Kontext und Reaktionen Test löste ASAT-Diskussionen aus; Kritiker wie Senator Tom Harkin warnten vor Rüstungswettlauf. Russland protestierte gegen potenzielle Anti-Satelliten-Entwicklungen. Keine namentlich genannten Zeugen; Belege aus Armee-Dokumenten und Bulletin of Atomic Scientists. Bedeutung: Erster Lasertest ins All, zeigt Fähigkeiten von über 30 Nationen.