DoD: Handbuch regelt UFO-Foto/Video-Handhabung
Das Verteidigungsministerium veröffentlichte ein umfassendes Handbuch mit Protokollen zur Verwaltung fotografischer und video-basierter Beweise unidentifizierter Luftphänomene. Militärisches Personal erhielt spezifische Anleitungen zur Kategorisierung und Archivierung von Bildmaterial mit UFO-Darstellungen. Die Dokumentationsstandards blieben aktiv, obwohl Project Blue Book Jahrzehnte zuvor offiziell beendet worden war.
Hintergrund
Im Oktober 2002 veröffentlichte das Verteidigungsministerium die Direktive 5040.6-M-1 zu Entscheidungstabellen für Bildinformationsverarbeitung. Diese Publikation bot umfassende Anleitungen für militärische Kameraoperatoren zur Aufzeichnung von Feldaufnahmen. Die Protokolle deckten die Übernahme von Bilddatensätzen in Verteidigungsarchive ab.
Ein spezifischer Abschnitt behandelte Aufnahmen unidentifizierter Luft- und Raumfahrtphänomene sowie anomaler Flugobjekte. Dieser Teil etablierte formale Verfahren zur Bearbeitung fotografischer und video-basierter Beweise unbekannter Fahrzeuge. Materialien erforderten spezifische Kategorisierung vor der Übertragung an Aufzeichnungseinrichtungen wie das Defense Visual Information Center.
Die Existenz dieses Dokuments erwies sich als bedeutsam, da sie ein anhaltendes militärisches Interesse an UFO-Dokumentation Jahrzehnte nach der Beendigung von Project Blue Book belegte. Die Richtlinien blieben bis etwa 2005 gültig, als spätere Überarbeitungen die explizite UFO-Referenzierung entfernten. Die genauen Umstände dieser Streichung bleiben ungeklärt.