Saskatchewan: Verstümmelter Bison mit anomalen chemischen Spuren gefunden
Ein verstümmelter Bison wurde am 13. März 2008 in Saskatchewan entdeckt. Laboranalysen zeigten später ungewöhnliche chemische Verbindungen in Haarproben. Die Substanz 3-Hydroxyanthranilsäure deutet auf eine mögliche Sedierung vor dem Tod hin.
Hintergrund
Die Kadaver eines zwölfjährigen Bisonbullen mit einem Gewicht von etwa 1780 Pfund wurde am 13. März 2008 innerhalb eines Kreises aus geschmolzenem Schnee gefunden. Das Tier wies typische Verstümmelungsverletzungen auf, darunter einen ausgehöhlten Rektumbereich und Schnitte nahe der Genitalregion. Vor der Entdeckung befand sich der Bulle in ausgezeichneter Gesundheit und erhielt reguläre Impfungen.
Forensische Untersuchungen gesammelter biologischer Proben ergaben die Präsenz von 3-Hydroxyanthranilsäure im Haar des Tieres. Diese Verbindung stellt ein metabolisches Nebenprodukt von Tryptophan dar, einer Aminosäure, die bereits in anderen Verstümmelungsfällen mit Sedierungen in Verbindung gebracht wurde. Forscher konnten die Substanz weder auf Umweltfaktoren noch auf routinemäßige landwirtschaftliche Behandlungen durch den Viehbesitzer zurückführen.
Die Bodenanalyse der Umgebung zeigte keine anomalen Materialien und enthielt nur Standardmineralien wie Silikate und Carbonate. Das Fehlen von Spuren oder Hinweisen auf mechanische Extraktion, kombiniert mit den ungewöhnlichen chemischen Befunden, trägt zum unerklärlichen Charakter des Vorfalls bei.