23. April 2021🇺🇸Militärische Begegnung
Militärbasis

SpaceX Crew-2: Fehlalarm Kollision mit unbekanntem Objekt

Während der Crew-2-Mission erhielten Astronauten eine späte Warnung vor einer möglichen Kollision mit einem von Space Command als 'unbekannt' eingestuften Objekt. Die Crew zog Schutzanzüge an. Die Untersuchung ergab später, dass das Objekt ein fiktiver Analystensatellit war, den Space Force nicht aus dem Katalog gelöscht hatte.

Datum
23. April 2021
Ort
Kennedy Space Center🇺🇸
Typ
Militärische Begegnung
Land
🇺🇸 Vereinigte Staaten
Karte

Hintergrund

Am 23. April 2021 startete die Crew Dragon Endeavour von SpaceX zur Internationalen Raumstation. Stunden nach dem Start erhielt die Bodenkontrolle eine Benachrichtigung des US Space Command über eine mögliche Annäherung an ein nicht identifiziertes Objekt. Die Warnung kam zu spät für Ausweichmanöver.

Die Bodenkontrolleure wiesen die vier Astronauten an, Druckanzüge anzulegen, während sie den Zeitpunkt der größten Annäherung überwachten. Erste Berechnungen deuteten auf einen Mindestabstand von nur einem Kilometer hin, was erhebliche Spannungen bei Crew und Supportteams verursachte. Aktualisierte Zustandsvektoren zeigten schließlich einen sicheren Abstand von etwa 45 Kilometern.

Die anschließende Analyse ergab, dass das 'unbekannte Objekt' physisch nicht existierte. Es handelte sich um einen Analystensatelliten, der zu internen Schulungs- oder Testzwecken in die Verfolgungskataloge der Space Force eingetragen, aber nie gelöscht worden war. Dieser Datenbankfehler löste die Notfallprotokolle aus. Interne NASA-Kommunikationen, die per FOIA freigegeben wurden, zeigen, dass Flugdirektor Adi Boulos das Versäumnis der Space Force, den falschen Eintrag zu löschen, eindeutig als Ursache identifizierte.

Der Vorfall offenbart Schwachstellen im Weltraumverkehrsmanagement, wo militärische Klassifizierung und zivile Operationen zusammentreffen. Dokumente, die von The Black Vault veröffentlicht wurden, zeigen, wie schnell routinemäßige Raumfahrt Kollisionsvermeidungsverfahren auf Basis von Tracking-Artefakten statt physischer Bedrohungen aktivieren kann.