14. Juni 2023🇵🇬Programm
BergungPhysischer Nachweis

Manus-Insel: Galileo-Projekt findet IM1-Sphärulen

Die Expedition des Harvard-Astronomen Avi Loeb vom Galileo-Projekt barg über 50 ungewöhnliche sub-millimeter-große Sphärulen vom Pazifikboden nahe der Manus-Insel, verbunden mit dem interstellaren Meteor IM1 von 2014. Analysen zeigten hohen Eisengehalt mit Spuren anderer Elemente und lösten wissenschaftliche Debatten aus.

Datum
14. Juni 2023
Ort
Manus Island, Papua New Guinea🇵🇬
Typ
Programm
Land
🇵🇬 Papua-Neuguinea
Karte

Hintergrund

Expedition und Fund Vom 14.–28. Juni 2023 führte Avi Loeb, Harvard-Astronom und Leiter des Galileo-Projekts, eine Suche im Pazifik durch, 85 km nördlich der Manus-Insel, Papua-Neuguinea. Das Team zielte auf Trümmer des interstellaren Meteors CNEOS 2014-01-08 (IM1) aus dem Jahr 2014 ab und barg mit einem Magnet-Schlitten über 50 sub-millimeter-große Sphärulen.

Analyse und Zusammensetzung Die Zusammensetzung ergab rund 84% Eisen, 8% Silizium, 4% Magnesium, 2% Titan sowie Spuren. Hinweise deuteten auf schnelle Erhitzung wie bei einem Meteoriteneinschlag hin. Zwei Sphärulen wiesen ein Alter von etwa 14 Milliarden Jahren auf. 2024 meldete Loeb erhöhte Werte an Beryllium, Lanthan, Uran im Vergleich zu Chondriten.

Skeptizismus und Alternativen Kritiker wie Matthew Genge (Imperial College) hielten eine Zuordnung zum spezifischen Feuerball für unmöglich, da keine Mikrometeorite aus beobachteten Ereignissen bekannt sind. Patricio A. Gallardo (University of Chicago) vermutete Kohleasche; andere nannten Industrieverschmutzung oder Rückstände von Kernversuchen auf den Marshallinseln. Monica Grady äußerte ähnliche Bedenken.

Bedeutung Das Ereignis unterstreicht wissenschaftliche Bemühungen, interstellare Ursprünge zu erforschen, inmitten von UAP-Interesse, trotz anhaltender Kontroversen über natürliche oder künstliche Herkunft.