Philip Morrison
Philip Morrison (1915-2005) war ein US-amerikanischer Physiker österreichisch-jüdischer Herkunft, bekannt für seine Beiträge zur Kernphysik und die wissenschaftliche Suche nach außerirdischer Intelligenz (SETI). Als Schlüsselfigur im Manhattan-Projekt wurde er später Professor am MIT. 1959 verfasste er mit Giuseppe Cocconi das bahnbrechende Papier 'Searching for Interstellar Communications' in Nature, das vorschlug, dass außerirdische Zivilisationen nachweisbare Radiosignale im Mikrowellenbereich senden könnten, und Zielhäufigkeiten sowie Sterne für Astronomen angab. Diese Arbeit begründete die moderne SETI und beeinflusste Projekte wie in Arecibo. Morrison distanzierte SETI von der UFOlogie, um wissenschaftliche Glaubwürdigkeit zu wahren, und betonte rigorose Methoden gegenüber unbestätigten Sichtungen oder Verschwörungstheorien. Keine direkte Beteiligung an militärischen UFO-Programmen dokumentiert; sein Vermächtnis unterstreicht die Implikationen außerirdischen Lebens: 'Entweder sind wir allein, oder nicht – beides raubt den Verstand.'