William F. Friedman
William F. Friedman (1891–1969) war ein wegweisender amerikanischer Kryptologe, der als Chefkryptoanalytiker des U.S. Army Signal Intelligence Service und später der National Security Agency diente und sich als eine der einflussreichsten Figuren in der Geschichte der modernen Signals Intelligence etablierte. Er erlangte Bekanntheit dafür, das Team anzuführen, das während des Zweiten Weltkriegs den japanischen Purple-Diplomatenschlüssel erfolgreich knackte, und dafür, grundlegende mathematische Techniken zu entwickeln, die die Kryptoanalyse von einer linguistischen Kunst zu einer wissenschaftlichen Disziplin wandelten. Trotz gelegentlicher Spekulationen von Verschwörungstheoretikern, die andeuteten, sein Zugang zu geheimen Kommunikationen könnte ihn mit Beweisen für unerklärliche Luftphänomene in Berührung gebracht haben, wies Friedman keine dokumentierte Beteiligung an UFO-Forschung oder -Untersuchungen nach und war bekannt dafür, Behauptungen über außerirdische Besuche skeptisch zu betrachten. Sein berufliches Erbe beruht vollständig auf seinen Beiträgen zur nachrichtendienstlichen Informationsgewinnung und Codeknackerei, einschließlich der Arbeit am Venona-Projekt, und nicht auf irgendeiner Beschäftigung mit Studien zu Luftanomalien, obwohl seine Position an der Spitze der amerikanischen Signals Intelligence ihn zu einer Randfigur in spekulativen Erzählungen über staatliche UFO-Vertuschungen gemacht hat. Friedman schied 1955 aus dem Staatsdienst aus und starb 1969, ohne Papiere oder glaubwürdige Beweise zu hinterlassen, die ihn inhaltlich mit dem Bereich der Ufologie in Verbindung bringen.