Projekt Grudge
Die US-Luftwaffe ersetzte Projekt Sign durch ein Nachfolgeprogramm, das UFO-Sichtungen bevorzugt konventionell erklären sollte.
Hintergrund
Projekt Grudge, im Februar 1949 als direkter Nachfolger von Projekt Sign gestartet, verfolgte einen grundlegend anderen Ansatz gegenüber Berichten über unidentifizierte Luftraumphänomene und ging von der Arbeitshypothese aus, dass sämtliche Sichtungen auf alltägliche Ursachen zurückzuführen seien.
Ursprünge und Methodik
Während Sign zumindest unkonventionelle Erklärungen in Betracht gezogen hatte, ging Grudge von der Arbeitshypothese aus, dass sämtliche Sichtungen auf alltägliche Ursachen zurückzuführen seien. Dies stellte eine signifikante Verschiebung in der Untersuchungshaltung gegenüber UAP-Berichten dar.
Abschlussbericht und Ergebnisse
Das Team erstellte im Dezember 1949 einen umfassenden Abschlussbericht, der den Großteil der Fälle auf folgende Faktoren zurückführte:
- Fehlidentifizierte Flugzeuge
- Atmosphärische Erscheinungen
- Psychologische Faktoren
Obwohl der Bericht das Projekt formal abschloss, lief eine reduzierte Beobachtungstätigkeit in geringem Umfang weiter.
Übergang zu Projekt Blue Book
Ab 1952 machten aufsehenerregende Sichtungen—darunter die Vorfälle über Washington, D.C.—den minimalistischen Ansatz unhaltbar. Grudge wurde durch Projekt Blue Book ersetzt, das fast zwei Jahrzehnte lang mit einer deutlich systematischeren Methodik arbeitete.
Bedeutung
Projekt Grudge verkörperte den Entlarvungs-Ansatz, der die öffentliche Haltung des US-Militärs zum UFO-Thema über Jahrzehnte prägen sollte. Seine ablehnende Haltung trug zur Stigmatisierung von Sichtungsmeldungen in der militärischen und zivilen Luftfahrt bei.