Project Blue Book gegründet
Die US Air Force gründet Project Blue Book, das systematische Programm zur Untersuchung von UFO-Meldungen, das über 12.000 Fälle dokumentiert.
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Hintergrund
Von 1952 bis 1969 untersuchte die US Air Force unter Project Blue Book Tausende von UFO-Meldungen und dokumentierte 12.618 Fälle, von denen 701 „unidentifiziert“ blieben. Es handelte sich um den dritten und langlebigsten militärischen Versuch, das UFO-Phänomen zu untersuchen.
Hintergrund Blue Book folgte auf Project Sign (1947) und Project Grudge (1949). Es war der ausdauerndste Versuch des Militärs, UFOs zu verstehen.
Untersuchung Unter der wissenschaftlichen Leitung von J. Allen Hynek entwickelte sich das Projekt von einer Debunking-Abteilung zu einer ernsthafteren Untersuchung. Kritiker warfen dem Programm vor, unbequeme Fälle systematisch wegzuerklären.
Wichtige Statistiken - Insgesamt dokumentierte Fälle: 12.618 - Als „unidentifiziert“ eingestufte Fälle: 701
Einstellung Das Condon-Committee der University of Colorado empfahl 1968 die Einstellung. Offizielle Schlussfolgerung: UFOs stellten keine Bedrohung für die nationale Sicherheit dar und es gab keine Hinweise auf außerirdische Technologie.
Bedeutung Viele Forscher halten diese Bewertung für voreilig. Die 701 unerklärten Fälle bleiben ein zentrales Argument der UAP-Forschung.
Bedeutung
Project Blue Book stellte die formale Anerkennung der US Air Force dar, dass UFO-Meldungen eine systematische Untersuchung rechtfertigten. Über siebzehn Jahre sammelte das Programm über 12.000 Fallakten und stufte die meisten als erklärbar ein, ließ aber 701 offiziell ungelöst. J. Allen Hyneks Wandlung vom Skeptiker zum Befürworter während seiner Beteiligung legte den Grundstein für die wissenschaftliche Glaubwürdigkeitsbewegung, die Jahrzehnte später entstehen sollte.