Twining-Memo — 'Das Phänomen ist real'
Generalleutnant Nathan Twining, Kommandeur des Air Materiel Command, sandte ein geheimes Memo an Brigadegeneral George Schulgen, in dem er folgerte, dass die Berichte über fliegende Scheiben ein reales physisches Phänomen beschrieben — keine Halluzinationen oder Fiktion — und empfahl ein permanentes Untersuchungsprogramm.

Hintergrund
Am 23. September 1947 verfasste Generalleutnant Nathan F. Twining vom Air Materiel Command (AMC) auf der Wright-Patterson Air Force Base ein geheimes Memo an Brigadegeneral George Schulgen zur Bewertung der 'fliegenden Scheiben'-Berichte nach Kenneth Arnolds Sichtung. Das Dokument schloss auf reale Phänomene und führte zu Project Sign.
Hintergrund
Das Memo beantwortete eine Anfrage zur Bewertung der sogenannten 'fliegenden Scheiben'-Berichte, die seit Kenneth Arnolds Sichtung drei Monate zuvor stark zugenommen hatten.
Es ging an Brigadegeneral George Schulgen vom Geheimdienst der Army Air Forces.
Generalleutnant Nathan F. Twining war Befehlshaber des AMC auf der Wright-Patterson Air Force Base.
Wichtige Feststellungen
- Gemeldete Phänomene seien 'etwas Reales und weder visionär noch fiktiv'
- Beschriebene Objekte zeigten 'extreme Steiggeschwindigkeiten, Manövrierfähigkeit und Ausweichmanöver bei Sichtkontakt oder Radarerfassung'
- Übereinstimmende Merkmale in mehreren unabhängigen Berichten: scheibenförmige Gestalt, metallische Oberfläche, Fehlen sichtbarer Abgase
Analyse
Twining räumte ein, dass trotz Möglichkeit geheimer Inlandsprojekte das AMC von keinem solchen Programm wusste.
Empfehlungen
Er empfahl die Einrichtung einer permanenten Untersuchungseinheit mit angemessener Geheimhaltungsstufe.
Diese Empfehlung führte direkt zur Gründung von Project Sign im Januar 1948.
Bedeutung
Das Jahrzehnte später freigegebene Memo gilt als früheste hochrangige militärische Anerkennung.
Unidentifizierte Flugobjekte stellten ein echtes nachrichtendienstliches Anliegen dar — keine Massenpsychose.
Bedeutung
Das Twining-Memo ist das Gründungsdokument institutioneller UAP-Untersuchung. Seine Schlussfolgerung — 'etwas Reales, weder visionär noch fiktiv' — führte direkt zu Project Sign und jedem nachfolgenden US-Regierungsprogramm bis AARO.