Edward J. Ruppelt
Edward J. Ruppelt (1923–1960), US-Luftwaffenoffizier, leitete von 1951 bis 1953 das Project Blue Book, das Nachfolgeprojekt von Project Grudge zur Untersuchung von UFO-Sichtungen. Er prägte den neutralen Begriff „unidentified flying object“ (UFO), um die sensationalistische Bezeichnung „fliegende Untertasse“ zu ersetzen, und führte standardisierte Fragebögen sowie wissenschaftliche Methoden ein – eine Phase, die als „goldenes Zeitalter“ der UFO-Forschung gilt. Ruppelt dokumentierte Fälle wie den Gorman Dogfight 1948 als „klassisch“ und unerklärt. In seinem 1956er-Buch The Report on Unidentified Flying Objects beschrieb er detailliert Untersuchungen, blieb offen für Anomalien. Später, in der 1959er-Ausgabe, distanzierte er sich und nannte UFOs einen „Raumfahrt-Mythos“, was Ufologen auf Druck der Behörden zurückführten. Ruppelt starb 1960 an einem Herzinfarkt. (612 Zeichen)