15. November 1968🇺🇸Untersuchung
WissenschaftKontroverse

Condon-Bericht

Eine von der Luftwaffe finanzierte Studie der Universität von Colorado kam zu dem Schluss, dass UFO-Forschung wahrscheinlich keine wissenschaftlichen Durchbrüche bringe — und lieferte damit die Begründung für die Schließung von Projekt Blue Book.

Datum
15. November 1968
Ort
United States🇺🇸
Typ
Untersuchung
Land
🇺🇸 Vereinigte Staaten
Karte

Hintergrund

Zwischen 1966 und 1968 führte ein Team an der Universität von Colorado eine der umfangreichsten akademischen Untersuchungen zu unidentifizierten Flugobjekten durch, die je in Auftrag gegeben wurde, offiziell betitelt 'Scientific Study of Unidentified Flying Objects.' Unter der Leitung des Kernphysikers Edward Condon und finanziert von der US-Luftwaffe, kam die Studie zu dem Ergebnis, dass weitere UFO-Forschung voraussichtlich keine bedeutsamen wissenschaftlichen Erkenntnisse liefern werde, was zur Beendigung von Projekt Blue Book führte.

Hintergrund Das Projekt wurde von einem Team an der Universität von Colorado durchgeführt.

Es wurde von der US-Luftwaffe finanziert.

Die Studie stand unter der Leitung des Kernphysikers Edward Condon.

Wichtige Ergebnisse - Der Abschlussbericht aus dem späten 1968 kam zu dem Ergebnis, dass weitere UFO-Forschung voraussichtlich keine bedeutsamen wissenschaftlichen Erkenntnisse liefern werde. - Diese Einschätzung bot der Luftwaffe die offizielle Grundlage, Projekt Blue Book im Dezember 1969 zu beenden und damit über zwei Jahrzehnte institutioneller UFO-Untersuchung abzuschließen.

Kontroverse Die Studie geriet stark in die Kritik, nachdem ein internes Memorandum des Projektkoordinators Robert Low bekannt wurde.

Darin schien angedeutet zu werden, dass das negative Fazit bereits vor Beginn der Forschung feststand.

Bestätigung Dennoch bestätigte die National Academy of Sciences die Methodik des Berichts.

Die daraus resultierende Glaubwürdigkeitslücke spaltet die Meinungen über die Studie bis heute.

Bedeutung

Der Condon-Bericht beendete de facto die offizielle Beteiligung des US-Militärs an der UFO-Forschung für fast ein halbes Jahrhundert. Seine umstrittene Objektivität wurde zum zentralen Argument für Befürworter der Offenlegung, die behaupten, die Regierung habe eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Phänomen systematisch vermieden.