Kinross-Zwischenfall: F-89-Abfangjäger verschwindet über dem Oberen See
Eine F-89C Scorpion und ihre zweiköpfige Besatzung verschwanden spurlos, nachdem sie ausgesandt wurden, um eine unidentifizierte Radarrückmeldung über dem Oberen See abzufangen.

Hintergrund
Am 23. November 1953 verschwand ein F-89C-Scorpion-Abfangjäger der Kinross Air Force Base in Michigan über dem Oberen See bei der Untersuchung einer unidentifizierten Radarrückmeldung. Der Vorfall mit den Piloten First Lieutenant Felix Moncla Jr. und Second Lieutenant Robert Wilson bleibt einer der verstörendsten ungelösten Fälle der Militärluftfahrtgeschichte.
Der Vorfall
Ein F-89C-Scorpion-Abfangjäger wurde von der Kinross Air Force Base aufgeschickt, um eine unidentifizierte Radarrückmeldung über dem Oberen See zu identifizieren.
Das Flugzeug, gesteuert von First Lieutenant Felix Moncla Jr. mit Radarbediener Second Lieutenant Robert Wilson, flog unter Bodenradarführung über den See hinaus.
Operatoren bei Truax Field beobachteten, wie der Radarfleck des Jets mit dem unidentifizierten Ziel verschmolz und dann beide Rückmeldungen vom Bildschirm verschwanden.
Such- und Rettungsaktion
Trotz einer umfangreichen Aktion über ein großes Gebiet des Oberen Sees wurden weder das Flugzeug noch die Besatzung noch Trümmer gefunden.
Offizielle Erklärungen
Die Air Force schrieb den Verlust zunächst einem Vertigo-bedingten Absturz zu.
Später wurde behauptet, der Jet sei als kanadische C-47 identifiziert worden.
Kanadische Behörden wiesen diese Behauptung zurück.
Bedeutung
Der Kinross-Zwischenfall bleibt einer der verstörendsten ungelösten Fälle der Militärluftfahrtgeschichte.