1. Januar 1978🇷🇺Programm
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SETKA: Sowjetisches UFO-Forschungsprogramm gegründet

Um 1978 startete die Sowjetunion SETKA, ein geheimes UFO-Forschungsprogramm in gemischt zivil-militärischer Struktur. Das Programm wurde von Oberst Boris Sokolow geleitet, der im sowjetischen Verteidigungsministerium eine Abteilung für ausländische Technologiebewertung führte.

SETKA unterstand gemeinsamer Aufsicht des Verteidigungsministeriums, der Akademie der Wissenschaften und sowjetischer Geheimdienste. UFO-Fälle aus Militäranlagen in der gesamten UdSSR wurden unter strenger Geheimhaltung ausgewertet und an höchste Dienststellen weitergeleitet. Forscher erstellten eine Referenztafel mit etwa 50 dokumentierten UFO-Formen — von Ellipsen über Kugeln bis hin zu regelrechten Raumschiffen —, die Militärzeugen zur Typenidentifikation vorgelegt wurde.

Das Programm dokumentierte wiederkehrende UFO-Erscheinungen nahe strategisch bedeutsamer Objekte wie Raketenkomplexen und wissenschaftlichen Versuchsanlagen. Anfang der 1980er-Jahre erfolgten auf Anweisung der Sowjetführung Experimente mit geodätischen Instrumenten und Radarstationen. In mindestens einem Fall visierte ein Entfernungsmesser ein Objekt an — das daraufhin sofort verschwand und an anderer Stelle wieder auftauchte.

Die Existenz von SETKA wurde erstmals öffentlich bestätigt, als Sokolow in einem Interview 1993 mit dem Investigativjournalisten George Knapp in Moskau sprach — möglich geworden durch den kurzzeitigen Zugang zu früheren Sowjetfunktionären nach dem Zusammenbruch der UdSSR.

Datum
1. Januar 1978
Ort
Moscow🇷🇺
Typ
Programm
Land
🇷🇺 Russland
Karte

Hintergrund

Im Jahr 1978 startete die Sowjetunion SETKA (Сетка, "Netzwerk"), ein geheimes Doppelspur-Forschungsprogramm zur Untersuchung unidentifizierter Luftraumphänomene. Das Programm wurde nach hochkarätigen UAP-Vorfällen an sowjetischen Militäranlagen und Atomanlagen initiiert.

Programmstart

Die Sowjetunion launchte SETKA im Jahr 1978 als geheimes Forschungsprogramm. Es umfasste zwei parallele Spuren zur Erforschung von UAP.

In seiner Blütezeit umfasste SETKA Dutzende Forschungsinstitute und Militäreinheiten.

SETKA-AN

SETKA-AN operierte unter der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften für zivile Forschung. Es widmete sich der wissenschaftlichen Untersuchung der Phänomene.

SETKA-MO

SETKA-MO arbeitete unter dem Verteidigungsministerium für militärische Aufklärung. Es analysierte Auswirkungen auf militärische Einrichtungen.

Dauer und Fortsetzung

Das Programm lief bis zur Auflösung der Sowjetunion im Jahr 1991 in verschiedenen Formen weiter. Elemente wurden angeblich vom russischen Militär fortgeführt.