1. Januar 2016🇨🇺Untersuchung
WissenschaftGesundheitseffekte

Havanna-Syndrom: Rätselhafte Angriffe auf US-Diplomaten und Geheimdienstler

Ab 2016 berichteten Mitarbeiter der US-Botschaft in Havanna, Kuba über plötzlich auftretende Symptome: Druckgefühle und laute Geräusche im Kopf, Schwindel, Tinnitus, Sehstörungen und teilweise nachgewiesene Hirnverletzungen. Das Phänomen erhielt den Namen Havanna-Syndrom. Bis 2017 breiteten sich Fälle auf Washington D.C., Serbien, China, Indien, Moskau, Georgien, Polen, Taiwan und Australien aus. 2021 galt Wien als neuer Brennpunkt mit rund zwei Dutzend Betroffenen; auch in der US-Botschaft Berlin meldeten sich zwei Erkrankte. Im August 2021 musste eine Reise der US-Vizepräsidentin nach Vietnam wegen Symptomen bei einem Mitarbeiter verschoben werden. Im September 2021 traf es einen engen Mitarbeiter von CIA-Direktor William J. Burns auf einer Indien-Reise.\n\nAnfang 2022 schilderte Olivia Troy, Beraterin für Heimatschutz bei Vizepräsident Mike Pence, in CBS 60 Minutes einen Angriff von 2019 innerhalb der Sicherheitszone rund um das Weiße Haus: Sie spürte einen stechenden Schmerz an der rechten Kopfseite sowie Schwindel und Übelkeit.\n\nCIA-Direktor Burns sprach öffentlich von über 1.000 Vorfällen seit Havanna 2016. Die Nationale Akademie der Wissenschaften hielt gerichtete gepulste Radiofrequenzenergie — eine Mikrowellenwaffe — für die plausibelste Erklärung. Professor Garry Nolan von der Stanford University untersuchte rund 100 Betroffene (80–90 % Havanna-Syndrom-Fälle) und zog Parallelen zu Verletzungen im Kontext anomaler Luftraumphänomene.\n\nAm 1. März 2023 veröffentlichte der Nationale Geheimdienstausschuss seinen Abschlussbericht: Sieben Geheimdienste befanden es für 'sehr unwahrscheinlich', dass ein ausländischer Akteur hinter einer Kampagne mit Energiewaffe steckt. Fünf Dienste schlossen einen Feind als Urheber praktisch aus. Skeptiker blieben unüberzeugt — die gemeldeten Symptome gingen nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine 2022 auffällig zurück.

Datum
1. Januar 2016
Ort
Havanna🇨🇺
Typ
Untersuchung
Land
🇨🇺 Kuba
Karte
Havanna-Syndrom: Rätselhafte Angriffe auf US-Diplomaten und Geheimdienstler
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Hintergrund

Ab Ende 2016 erlebten US-Diplomaten und Geheimdienstmitarbeiter in der amerikanischen Botschaft in Havanna, Kuba mysteriöse Symptome: starke Kopfschmerzen, Hörverlust, kognitive Schwierigkeiten, Übelkeit und Desorientierung, oft nach Wahrnehmung eines lauten, gerichteten Geräuschs. Das Havanna-Syndrom betraf über 200 US-Regierungsangehörige weltweit.

Der Vorfall

Die Ereignisse begannen in der amerikanischen Botschaft in Havanna, Kuba.

Betroffene berichteten von:
- Starken Kopfschmerzen
- Hörverlust
- Kognitiven Schwierigkeiten
- Übelkeit
- Desorientierung

Die Symptome wurden oft von einem lauten, gerichteten Geräusch eingeleitet.

Untersuchung

Eine Studie der National Academy of Sciences nannte gerichtete Mikrowellenenergie als wahrscheinlichste Erklärung.

Die Vorfälle werden weiterhin von US-Geheimdiensten untersucht.

Verbindung zur UAP-Forschung

Die Verbindung zur UAP-Forschung entstand durch Dr. Garry Nolans Gehirnstudien.

Einige Betroffene zeigten ähnliche neurologische Signaturen wie UAP-Nahkontakt-Personen, was auf eine mögliche Überschneidung der eingesetzten gerichteten Energiemechanismen hindeutet.