COMETA
Hintergrund
COMETA (Comité d'Études Approfondies) war eine zwölfköpfige französische Zivilvereinigung, die 1996 innerhalb des IHEDN (Französisches Institut für Höhere Nationale Verteidigungsstudien) gegründet wurde. Das Komitee wurde vom pensionierten Luftwaffengeneral Denis Letty geleitet, mit Gründungsmitgliedern wie General Bernard Norlain (ehemaliger FATAC-Kommandant) und André Lebeau (ehemaliger Leiter der CNES).
- Führte eine dreijährige Untersuchung von 1996 bis 1999 durch
- Untersuchte dokumentierte UFO/UAP-Sichtungen über etwa 60 Jahre
- Konzentrierte sich auf Auswirkungen auf französische nationale Sicherheit und Verteidigung
Wichtigste Erkenntnisse
Die Analyse des Komitees dokumentierter Fälle offenbarte erhebliche Anomalien, die nicht leicht zu erklären waren.
- Stellte fest, dass mindestens 5 Prozent gut dokumentierter Sichtungen nicht auf menschliche oder natürliche Quellen zurückzuführen sind
- Analysierte Vorfälle anhand von Radardaten und Leistungsmerkmalen
- Kam zu dem Ergebnis, dass die außerirdische Hypothese die rationalste Erklärung für unerklärte Fälle ist
Wichtigste Beiträge
Im Juli 1999 reichte COMETA einen umfassenden 90-seitigen Bericht mit dem Titel "UFOs and Defense: What Should We Prepare For?" beim französischen Premierminister und dem Militärkabinett des Präsidenten ein.
- Empfahl die Etablierung formaler UAP-Untersuchungsprotokolle
- Befürwortete internationale Zusammenarbeit, insbesondere mit den Vereinigten Staaten
- Schlug Strategien zur öffentlichen Kommunikation über UAP-Phänomene vor
Vermächtnis
Der COMETA-Bericht hatte bleibende Auswirkungen auf die französische UFO-Forschungsinfrastruktur und Politik.
- Frankreichs UFO-Behörde wurde nach dem Bericht wiederbelebt und in GEIPAN umbenannt
- Ein Archiv des Berichts wurde 2007 von GEIPAN veröffentlicht
- Der Bericht bleibt ein bedeutendes Referenzdokument in der internationalen UAP-Forschung