
Wilfried De Brouwer
Generalmajor Wilfried De Brouwer (geb. 1940) ist ein pensionierter belgischer Luftwaffenoffizier, der eine zentrale Rolle bei der militärischen Untersuchung der Belgischen UFO-Welle (1989-1991) spielte.
Nach zwanzig Jahren als Kampfpilot der Belgischen Luftwaffe wurde De Brouwer 1983 in den Strategischen Planungsstab der NATO berufen. Er wurde dann Geschwaderkommandeur des belgischen Lufttransportgeschwaders und 1989 Chef der Operationsabteilung im Luftwaffenstab. 1991 zum Generalmajor befördert, wurde er stellvertretender Stabschef der Belgischen Luftwaffe. Nach seiner Pensionierung 1995 arbeitete er über zehn Jahre als Berater für die Vereinten Nationen.
Verteidigungsminister Guy Coeme beauftragte De Brouwer mit dem Umgang mit der UFO-Welle. Als Operationschef koordinierte er die militärische Reaktion einschließlich der F-16-Alarmstarts am 30.-31. März 1990. Er etablierte das Protokoll, das sowohl polizeiliche Sichtbestätigung ALS AUCH Radarerfassung vor dem Einsatz von Abfangjägern erforderte. Er leitete die enge Zusammenarbeit mit SOBEPS und machte Anfragen bei der US-Botschaft in Bruessel und NATO-Partnern, die bestätigten, dass die Objekte keine amerikanischen Tarnkappenflugzeuge waren.
De Brouwers transparenter Umgang mit der belgischen Welle setzte Massstaebe für institutionelle Offenheit. Er sprach auf der Pressekonferenz im National Press Club 2007 in Washington, D.C. (organisiert von Leslie Kean und James Fox) und trug einen Augenzeugenbericht zu Keans einflussreichem Buch 2010 bei.